Traurig war es ein wenig, aber langsam hatte ich auch die Nase voll von China, chinesischem Essen und der „ungewohnten“ Umgebung. Um 5 Uhr stand ich auf, packte meine Sachen, und war erleichtert, dass ich lediglich eine Stunde verschlafen hatte und von selbst wach wurde, was anderes hätte mich nämlich nichtmehr geweckt. Daraufhin fuhr ich mit der Metro 1-2 Stunden zum Flughafen, um dort weitere 1-2 Stunden auf den Check-In zu warten und zu schlafen, mit dem Fahrradschloss an Koffer und Rucksack gefesselt um Diebstahl vorzubeugen.
Nach einem großen Schluck Sab Simplex, um meinen Magen ein wenig zu beruhigen, was letztendlich trotzdem nur in schmerzhaften 2-3 Klogängen endete, saß ich dann auch schon im Flugzeug. Die Ausstattung war diesmal unschlagbar. Jeder Sitz hatte einen Bildschirm in der Kopflehne, an dem man ca. 20 unter anderem aktuelle Filme gucken konnte, mit einer großen Anzahl an Spielen, die man auch hätte mit seinem Sitznachbar über Multiplayer spielen können, sowieso Musik in allen Richtungen.
9 Stunden, ein paar Filme und eine Runde Skat später ging es in Moskau ab ins Terminal zum Warten. Auch wenn die Organisation am Flughafen wieder der letzte Dreck war, freute ich mich über Terminaleigenes W-LAN, das mich die 2 Stunden überbrücken liess, bis ich in einen Schrottflieger kam mit stickiger Luft, Schnöseln als Sitznachbarn, Enge im Sitz und allgemeinem Unwohlsein.
Endlich in Frankfurt angekommen bestanden meine ersten Stunden Deutschland aber auch wieder nur aus Rumsitzen und Zeitvertreiben mit dem Laptop, bis in 5 Stunden mein ICE kam, in dem ich dann auch direkt einschlief und bis Duisburg auch nichtmehr wach wurde. Da mein Sitznachbar sich gottseidank mit einer Frau nebenan unterhielt, hörte ich im Halbschlaf aus dem Gespräch den Namen Duisburg und wurde ruckartig wach, als ich mitbekam, dass der ICE dort schon steht und ich sofort den Zug verlassen musste, was grad noch hinhaute.
Da ich meinen Hausschlüssel in der Uni deponiert hatte, musste ich dann mit allem Gepäck erst dort hin laufen, um danach nochmal genau in die andere Richtung durch den Bahnhof zu marschieren, um endlich in mein Bett zu kommen.